Ratgeber

Studium-Finanzierung durch Arbeitgeber sehr erfolgreich

Es gibt eine weitere gute Alternative zum Bafög: Dass Arbeitgeber zu einer Studien-Finanzierung ihren Anteil beitragen, ist ein häufig ausgeübtes Modell. Die traditionelle Form des durch den Arbeitgeber finanzierten Studiums wird auch als Werkstudium bezeichnet, der Student gilt als Werkstudent. Der Studierende gilt rechtlich als Angestellter des Unternehmens und wird für das Studium von seinen eigentlichen Arbeitsaufgaben freigestellt. Die Freistellung gilt für Veranstaltungen an der Hochschule und für einen Teil der für die Anfertigung der Hausarbeiten anfallenden Zeit.

Akademische Studienforschung nutzt dem Arbeitgeber

Je nach Arbeitgeber erfolgt eine zusätzliche Freistellung zum Lernen des Unterrichtsstoffes der Hochschule. Während der Vorlesungszeit und während des Schreibens von Hausarbeiten verbringt der Werkstudent nur wenig Zeit im Unternehmen, während der restlichen vorlesungsfreien Zeit arbeitet er hingegen überwiegend Vollzeit. Eine weitere Möglichkeit, um an der Studium-Finanzierung die Arbeitgeber zu beteiligen, bietet das bezahlte Abfassen von Hausarbeiten und Diplomarbeiten. In diesem Fall nützen die Forschungen des Studenten dem Unternehmen, so dass es gerne für die Forschungsarbeiten bezahlt. Nicht ausgeschlossen ist, dass der Student anschließend seine Arbeit im Selbstverlag, zum Beispiel bei lulu.com, veröffentlicht und weitere Einnahmen erzielt. Dieses Verfahren erfordert an den meisten Universitäten die Zustimmung des die Arbeit betreuenden Professors, die aber normalerweise leicht zu erhalten ist.

Arbeitgeber muss flexible Arbeitszeiten erlauben

Neben den besonderen Vertragsmodellen tragen auch zur herkömmlichen Studien Finanzierung Arbeitgeber bei, indem sie einem Studenten einen Job anbieten. Diese klassische Form der Studienfinanzierung durch einen Arbeitgeber setzt voraus, dass die Arbeitszeiten frei vereinbart werden können, damit der Studierende an allen Pflichtveranstaltungen an der Universität teilnehmen kann. Fast alle Studierende wünschen zusätzlich, während der Semesterferien deutlich mehr Stunden als während der Vorlesungszeit arbeiten zu können.

Diese Form der gewissermaßen indirekten Studienfinanzierung durch einen Arbeitgeber hat seit der Einführung der Bachelor- und Masterstudiengängen auf Grund der damit verbundenen verstärkten Anwesenheitspflicht an der Hochschule deutlich abgenommen. Mögen die Kredit-Angebote der Banken und Sparkassen auch attraktiv erscheinen: Die Verpflichtung auf einen Studienkredit belastet viele Studenten dann doch. Ideal ist für eine Studienfinanzierung als Arbeitgeber die Universität, die Anzahl der verfügbaren Stellen als wissenschaftliche Hilfskraft ist aber begrenzt.

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